19.06.2024 | „Vi lover et helvete“ „Saving the Fucking Planet“ 19.06.2024

„Vi lover et helvete“ „Saving the Fucking Planet“

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Daniel und Elin wagen den Spagat zwischen "Anti-Woke" und "Pro-Climate": ein feinsinniges Generationenportrait. Erste Folge: Daniel, ein junger Klimagegner, hat gerade seinen Job verloren. Eines Abends nimmt er die gleichaltrige Jurastudentin Elin per Anhalter mit, die kaum Lust auf die Rückkehr in die Enge ihres Heimatdorfes hat. Obwohl beide aus der Gegend stammen, haben sie sich noch nie zuvor getroffen. Sie fühlen sich direkt voneinander angezogen ... Im Bezirk Finnmark, im äußersten Norden Norwegens, hat Daniel seinen Job verloren und sucht nun nach einem neuen Auskommen, zumal es seiner Mutter gesundheitlich schlecht geht. Das Projekt zur Wiedereröffnung einer alten Kupfermine in Utfjord lässt ihn auf eine Anstellung hoffen. Eines Abends nimmt er eine junge Frau als Anhalterin mit. Elin studiert Jura in der nahe gelegenen Stadt Tromsø und stammt aus der Gegend. Die beiden finden Gefallen aneinander und wollen sich wiedersehen. Zu diesem Zeitpunkt ahnen sie jedoch nicht, wie weit ihre Ansichten über Gesellschaft und Zukunft auseinanderliegen. Während Elin, die den Samen angehört, sich für ihr Kulturerbe und den lokalen Naturschutz engagiert, trollt der vergrämte Daniel im Internet gegen alles, was er als "links", "grün" und "woke" auffasst. Kann Liebe einen solchen Spagat schaffen?

Gegen Spaltung - für Dialog

Im verschlafenen Dorf Utfjord prallen vor atemberaubender Fjordkulisse Welten aufeinander: auf der einen Seite Daniel, ein desillusionierter ehemaliger Student, der gegen "Sprechverbote" wettert, auf der anderen Seite Elin, eine junge Samin, die für das Erbe ihrer Vorfahren und den Erhalt der lokalen Natur kämpft. Die beiden Lager der oft beschworenen "Gesellschaftlichen Spaltung" die uns drohe, wenn wir uns aufgrund divergierender Meinungen voreinander verschließen, steht sich in dieser Serie buchstäblich gegenüber. Doch Daniel und Elin können sich nicht hassen und "müssen" in Dialog treten, denn sie haben sich ineinander verliebt - leider ohne zu ahnen, dass sie das Feindbild des jeweils anderen verkörpern. Können sie ihre Weltsichten annähern, ohne sich für die Liebe zu verlieren? Der Reiz von "Saving the Fucking Planet" (2023) besteht darin, diese ungewöhnliche Liebesgeschichte zu erzählen, ohne vorschnell zu urteilen. Im Ergebnis ist eine kluge Charakterstudie gelungen, die mit der Prämisse des Verstehens auf die Hauptfiguren blickt und feinsinnig ihre Lebenswelten sowie die daraus resultierenden Handlungen entschlüsselt. Das Feuerwerk an Gegenwartsdiagnosen besticht durch lebensnahe Dialoge und ist ein Plädoyer dafür, dass wir uns empathischer zuhören sollten, wenn wir die Zukunft gemeinsam gestalten und (über-)leben wollen.

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Daniel und Elin wagen den Spagat zwischen "Anti-Woke" und "Pro-Climate": ein feinsinniges Generationenportrait. Zweite Folge: Während Daniel inzwischen Elins Ansichten kennt und sie ignoriert, weiß diese nicht, dass ihr Schwarm Klimaschutz unsinnig findet und hofft auf eine Nachricht von Daniel. Als Elin anlässlich der Hochzeit ihrer Schwester in ihr Heimatdorf zurückkehrt, begegnet sie der vertrauten Angst, ihre traditionsbewusste samische Familie zu enttäuschen. Nachdem Daniel herausgefunden hat, dass sie sich gegen die Wiedereröffnung der Mine in Utfjord einsetzt, für die er gerne arbeiten will, beschließt er, Elin zu ignorieren. Sie ist wiederum besorgt über das Schweigen und beschließt, von der Hochzeitsfeier zu verschwindet, um zu Daniel zu gehen ...

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Dritte Folge: Elin recherchiert über Daniels Unizeit in Tromsø, während dieser sich auf einen folgenschweren Jagdausflug begibt ... Schockiert von dem, was sie in Daniels Haus entdeckt hat, stellt Elin Nachforschungen über Daniels Vergangenheit an der Uni an. Ein Video, auf dem Daniel einen schwarzen Studenten verprügelt, taucht wieder auf. Später, auf einem Jagdausflug, erschießen Daniel und sein schwedischer Kumpel zum Spaß ein Rentier, ohne zu wissen, dass es Elins Familie gehört. Die Spannungen in der samischen Gemeinschaft nehmen angesichts des Anschlags und der Bedrohung durch die Mineneröffnung zu: Elin spricht bei einer öffentlichen Versammlung stellvertretend über diese Sorgen. Daniel hat dort einen bemerkenswerten Auftritt ...

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Vierte Folge: Daniel wird mit der Krankheit seiner Mutter und dem Wiederauftauchen seines Vaters konfrontiert und weiß nicht, wie er damit umgehen soll ... Der Gesundheitszustand von Daniels Mutter verschlechtert sich. Verwirrt flüchtet sie nach Kiruna in Schweden, wo Daniels Vater mittlerweile mit einer neuen Familie lebt. Daniel muss seine Mutter dort im Krankenhaus abholen und trifft im Flugzeug unverhofft auf Elin. Vor Ort erwartet ihn sein Vater, den er nur sehr selten sieht und der sich nun in die Gesamtsituation einmischt. Er schlägt vor, für Daniels Mutter einen Platz im Betreuten Wohnen zu finden. Kurz darauf lädt Elin Daniel ein: Er soll sie auf die Hochebene zu ihren Rentieren begleiten, damit er versteht, warum die Wiedereröffnung der Mine eine Bedrohung für ihre Familie darstellt. Die beiden kommen sich wieder näher, doch eine Enthüllung stellt alles in Frage ...

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Fünfte Folge: Nach den Enthüllungen über den Tod des Rentiers, das Elins Familie gehörte, spitzt sich die Situation zu. Nachdem Elin erfahren hat, dass Daniel für den Tod eines Rentiers ihrer Familie verantwortlich ist, organisiert sie sich mit anderen Aktivistinnen und Aktivisten aus der Region, um einen Investor zu vertreiben, der für die Wiedereröffnung der Mine von großer Bedeutung ist. Elins Schwester Anna wirft ihr vor, Daniel nicht sofort bei der Polizei angezeigt zu haben, weil sie ihn weiterhin insgeheim liebe. Währenddessen sucht Daniel nach einer dauerhaften Lösung für die Situation seiner immer kränker werdenden Mutter und stellt fest, dass sich ihre Ersparnisse in Luft aufgelöst haben.

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Letzte Folge: Daniel steht mit dem Rücken zur Wand und versucht, bei Elin Wiedergutmachung zu leisten, während er sich Gedanken über seine Zukunft macht. Daniel befindet sich in einer finanziellen Sackgasse, nachdem er seine Arbeit für die Bergbaugesellschaft verloren hat und Elins Anzeige in einer Geldstrafe gegen ihn mündet. Er versucht, seine Schulden zu tilgen und die Betreuung seiner Mutter zu finanzieren, indem er seinen Pickup und sein Elternhaus verkauft. Zeitgleich entdeckt Elin, dass das Zeugenvideo, wegen dem Daniel sein Studium einst abgebrochen hat, in Wirklichkeit eine irreführende Montage war. Elin beschließt, die Universität über die Schmutzkampagne zu informieren, die Daniel daraufhin vorlädt, um den Fall aufzuklären.
Vi lover et helvete - Saving the F_cking Planet
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