07.02.2023 Bodø – Saltfjellet – Mosjøen 07.02—11.03.2023


Di 07.02.2023 Bodø – Saltfjellet – Mosjøen, 7 Std. 9 Min. (366 km)

Unterkunft

vv_Bodoe
vv_Saltfjellet
vv_Foroey
vv_Aagskardet
vv_Jektvik
vv_Kilboghamn
vv_Nesna
vv_Levang
vv_Mosjoeen

fc_Bodoe
fc_Mosjoeen

SunriseSunset

Auf diesem Abschnitt bin ich bisher immer über das Saltfjellet gefahren, oder war mit der Hurtigruten unterwegs. Dieses Mal will ich auf dem Kystriksveien/Fylkesvei 17 fahren. Dort gibt es einige Stationen der „Nasjonale Turistveger“.

Der Sonnenaufgang in Bodø ist um 08:51 Uhr. Wenn ich am Saltstraumen ankomme wird es also schon noch ziemlich düster sein. Man kann als Fußgänger über die Brücke gehen, es gibt auf beiden Seiten einen schmalen Weg. Die Brücke ist gut 600 m lang. Es hat einen Aussichtspunkt unter der Brücke. Man kann ihn von einem Parkplatz erreichen der rechts vor der Brücke liegt.

Auf dem Weg liegt noch der „Forsmoforsen“. Er befindet sich unweit des [Fv 78] auf dem [Fv 242], man muss rechts abfahren in Richtung „Granmoen“. Auf der [Fv 242] unterquert man kurz vor der Brücke über den „Drevjo“ die Eisenbahnstrecke der „Nordlandsbanen“.

Fährfahrten als Alternative zur [E6]

Bodø – Godøy­straumenStorvikaUredd­plassenBraset – Forøy
177 km; 2 h 34 m


Forøy – Ågskardet
10 m; 10:00; 11:00; 11:50
Ågskardet – Jektvik – Jektvik
28 km; 26 m
Jektvik – Kilboghamn (kostenlos)
60 m; 11:50; 15:20
Kilboghamn – Grønsvik kystfortHellåga – Nesna
91 km; 1 h 21 m
Nesna – Levang
25 m; 17:45; 18:45
Levang – Mosjøen
50 km; 1 h


Nasjonale Turistveger
Name Kommentar
Helgelands­kysten
Von Gipfeln und Gletscher­fällen bis zum Inselreich und üppiger Küste
Länge 433 km
Höhen­bereich 0 – 346 m
Ein Umweg als Alternative zur [E6] mit faszinierendem Blick auf das Meer und das Inselreich.
Godøy­straumen Der Godøy­straumen ist einer der vielen Gezeitenströme entlang der Landschaftsroute Helgelands­kysten.
Storvika Die Stein­gewölbe­brücke in Storvika verbindet den Rastplatz mit dem direkt vorgelagerten, kilometerlangen Sandstrand.
Uredd­plassen Auf dem Uredplassen befindet sich eine neun Meter breite Terrasse mit einem weitläufigen Blick über den Fjord, das Meer, die Vogelinsel und die Lofotenwand
Braset Vom Rastplatz Braset hat man einen wunderschönen Blick auf den Engenbreen, einen mächtigen Gletscherarm des Svartisen.
Jektvik Das Dorf Jektvik befindet sich an der Südseite des Fjords Værangen in der Gemeinde Rødøy.
Grønsvik kystfort Das Küstenfort Grønsvik wurde 1942 von der deutschen Okkupations­macht angelegt.
Hellåga Der Rastplatz Hellåga liegt am Fjord Sjona. Treppenstufen, die den steilen Klippen perfekt angepasst sind, führen hinunter zum Wasser.
Trælvikosen Trælvikosen mit seinen 55 Trittsteinen bzw. Schritt­steinen ist ein Ort, an dem der Wechsel der Natur auf eindrucksvolle Weise zum Ausdruck kommt.

Punkt 8 Uhr habe ich meine Habseligkeiten ins Auto verfrachtet, dass ich direkt am Straßenrand vor dem Hotel parkiert hatte. Es regnete zum Glück nur mäßig. Aus der Stadt raus zu fahren ging flott, keine Stockungen. In Fauske habe ich mir zwei Kanelboller (Zimtschnecken) und einen Kaffee gegönnt, ein Boller wurde gleich verputzt, köstlich. Derweil prasselte es auf das Auto ein, die wahre Pracht. Mal gespannt, ob ich so lange Stand, dass ich auf der WebCam zu sehen bin, das kann ich aber erst prüfen, wenn ich wieder zu Hause bin.

Heute die Tour ist nun wirklich nicht weit, lediglich 366 km, wenn ich denn wie geplant an der Küste entlang fahren würde. Aber wie gestern schon überlegt, das ist mir nicht geheuer, es stürmt schon an Land wie verrückt, da muss ich nicht auch noch auf drei Fähren rauf um mich durch schütteln zu lassen. Außerdem würde man bei dem schlechten Wetter vom Schiff aus eh nicht viel sehen, wenn überhaupt. Also dann doch über das Saltfjellet, es wurden Temperaturen leicht über dem Gefrierpunkt vorhergesagt und Niederschlag.

Ich fahre so vor mich hin, es schüttet, es ist düster, die Stimmung schrammt auf unterstem Niveau. Es geht das Saltfjellet hoch, die Anzeige dafür steht auf grün und auf „Åpent“, also „offen“, das ist schon mal was Wert. Die Nordseite zum Saltfjellet hinauf ist immer noch eine eher schmale und kurvige Straße, aber es ist sehr wenig los.

Noch bei der Auffahrt sinkt das Thermometer dann etwas und bleibt bei 0 °C stehen als ich die Hochebene erreiche, kälter wird es heute nicht werden. Der Regen ist mittlerweile in Schnee übergegangen. Die Straße ist gut geräumt, auf meiner Seite liegt etwas mehr, es ist leicht matschig, das fährt sich nicht wirklich fein. Die maximal erlaubten 90 km/h reize ich nicht aus, es weht ein heftiges Stürmchen. Zum Aussteigen lädt das Wetter nicht ein, so passiere ich auch den Polarkreis ohne Halt.

Der „Abstieg“ auf der Südseite lässt sich gut fahren, die Straße ist breit und verläuft in langen und nur leicht gebogenen Abschnitten. Den Polarkreis überschritten bin ich gefühlt schon im Süden des Landes, was so natürlich Quatsch ist. In Mo i Rana tanke ich, nicht voll, hier gibt es keinen 98er Saft. Der Fahrer wird mit einer ost pølse (also einem Würstchen umwickelt mit etwas Käse) versorgt. Nach Mo i Rana hört es doch mal kurzzeitig auf fürchterlich zu schütten und der Sturm lässt auch nach.

Bin ich jetzt noch chronologisch, kam jetzt der Hasenhirn-Abschnitt? Ich gebe zu Protokoll: Das Korgfjellet (643 moh) könnte ich ja dieses Mal nehmen, statt des Tunnels. Das erste Stück fährt sich deutlich besser als es letztes Jahr möglich war. Da hatte es nämlich tiefe Spurrinnen und ich kehrte um. Heute gibt es keine Spurrinnen, wenn es auch eine geschlossene Schneedecke hat und diese stark zusammen gefahren ist, es also eher eine Eisschicht ist. Diese ist aber bestens mit Split garniert und es fährt sich gut. Es geht teilweise schon ganz schön den Berg hoch, zwei Fahrzeuge begegnen mir, die Fahrer schauen sehr irritiert. Das hält mich aber nicht auf. Was mich schon eher aufhält ist, dass plötzlich und unvermittelt die Straße zu Ende ist und es auf einen großen Parkplatz geht. Da hat also das Hasenhirn gedacht, es könnte hier so einfach über den Pass fahren. Es wurde aber extra 2005 der Tunnel eröffnet, weil diese Strecke so gefährlich war.

Also, kurz ein paar Bilder schießen und wieder den Berg runter, deutlich langsamer als hoch. Es gab dabei aber nicht ein einziges rutschiges Problemchen. Ab durch den Tunnel (8.533 Meter lang). Das Wetter hatte sich zwischenzeitlich deutlich gebessert, kaum noch Regen, die Sonne schob sich durch die Wolken, nicht ganz direkt, aber es wurde auf jeden Fall sehr hell gegenüber vorher. Der Fustvatnet war mit noch weniger Eis bedeckt als letztes Jahr.

Habe gerade mal geschaut, ja das Korgfjellet liegt südlich des Saltfjellet. Trotz der kurzen Strecke ist es nicht einfach alles zeitgerecht zu sortieren. Schon gegen 14 Uhr fahre ich in Mosjøen ein, das Hotel lasse ich erst mal links liegen und fahre direkt ins Zentrum. Dort schlendere ich in das Einkaufszentrum und stolpere unmittelbar in einen Laden der Bier anbietet. Ich denke nicht viel drüber nach, stutze aber schon, hä, Alkohol, außerhalb des „Vinmonopolet“? Wie ist das denn möglich? Der Mann hinter dem Tresen spricht mich gleich an und ich rücke direkt mit dem Anliegen heraus, nein, Bier von Svalbard hätte er leider keines. Aber er ist ein guter Verkäufer und bietet mir natürlich sofort was anderes an, ich so, nee, ich wollte jetzt eigentlich nix kaufen was ich nicht kenne. Wir plaudern ein wenig und es wird klar, er hat nur Alkohol unter 4,7%, denn das darf außerhalb des Vinmonopolet ja verkauft werden. Ich erwärme mich trotzdem etwas zu kaufen, no risk, no fun. Und ja, es hätten ihn schon andere Leute nach dem Bier gefragt, er könne ja dort mal anfragen ob sie ihm die Sorten verkaufen können die er weiter verkaufen darf. Ich sage, das werde ich nächstes Jahr überprüfen. Er erzählt noch, dass es gestern um Tromsø heftige Stürme gegeben hätte und Fahrzeuge von der Straße geweht wurden. Eieiei, da hatte ich ja eine Menge Glück, dass ich heil in Bodø angekommen war.

Ich schlendere noch etwas durch das Zentrum, es regnet und stürmt nicht. Aber trist ist es schon ein wenig, so mild. Ach ja, im Vinmonopolet war ich natürlich auch noch. Nein Bier von der „Svalbard Bryggeri“ hat sie keines hier, hatte sie aber kürzlich noch. Na immerhin, es lohnt sich also doch mal in die Vinmonopolet zu gehen und zu fragen.

Abfahrt, zum Hotel, einchecken. Die Bau- und Renovierungsarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen. Das Zimmer ist deutlich kleiner als letztes Jahr, aber ich glaube das war auch ein Doppelzimmer das ich da hatte. Aber es ist hübsch eingerichtet.

In Mosjøen soll es morgen +8 °C warm werden, verrückt. Für was habe ich mir eigentlich den Schneebesen und Kombi mit dem Eiskratzer gekauft? Sieht nicht so aus, als ob ich den die nächsten Tage irgendwo noch brauchen werde. Überall sind weiterhin nur Plusgrade angesagt, Tag und Nacht.

Die letzten Tage habe ich keine Nachrichten geschaut, ich habe keine Ahnung was auf dem Planeten eigentlich so los ist. Wühle mich da gerade durch die Meldungen. … „Klimakrise“, „Krieg in der Ukraine“, „Konflikte zwischen USA und China“, „Kernkraftwerke in Frankreich sollen 80 Jahre laufen“, „Inflation“, „Hohe Energiepreise“, „Erdbeben in der Türkei“, „Erdbeben in Syrien“. Die Liste ist unendlich. Und ich „kämpfe“ mit schlechtem Wetter, wie dekadent ist das eigentlich?

Kurz nach 19 Uhr bin ich runter, dann startet das Abendessen, das im Preis der Übernachtung inbegriffen ist. Ich hatte mir schon überlegt was ich antworte, wenn ich vor die Wahl gestellt werde aus den drei Pizza-Varianten auszuwählen. Ob ich sage, dass die Ananas-Variante (die hier ja als Salami-Variante angepriesen wird), für mich schon mal ausscheidet. Aber nein, Überraschung. Es gab heute ein sehr leckeres Abendgericht, Lachs, gewürfelt mit Bohnen und weiteren Zutaten in einer Curry-Sauce, recht pikant und dazu einen Kartoffelsalat, grüner Blattsalat, mehrere Dressings, Aufschnitt, Brot, O-Saft, A-Saft, Kaffee, frische Waffeln zum Selbermachen. Alles in Selbstbedienung. Der Lachs und die beiden frischen Salate waren sehr lecker.

Auch die morgige Etappe ist ebenfalls überschaubar, ca. 400 km. Was ich mir auf jeden Fall schon mal abschminke, richtig kalt wird es nicht mehr werden, da ist perspektivisch nichts in der Richtung in Sicht. Sehen wir es positiv, ab Sunne verlief alles traumhaft, bis zur Rückkehr von Svalbard.

Über den Kystriksveien/Fylkesvei 17

wc_F17_Saltstraumen_1
wc_F17_Aaselibrua_1
wc_F17_Asgotsletta_1
wc_F17_Torsvika_1
wc_F17_Svartistunnelen_1
wc_F17_Straumdalen_1
wc_Silavaagen
wc_Nesna
wc_F17_Sjonfjellet_1
wc_Mosjoen_South_West
wc_Mosjoeen_Kulstaddalen

Über das Saltfjellet

E6 Saltfjellet (Fjelloverganger)

Unterhalb des Polarkreises

wc_E6_Aaenget_1
wc_E6_Storvoll_1
wc_E6_Storvoll_2
wc_E6_Bolna_1
wc_E6_Saltfjellet_1
wc_E6_Saltfjellet_2

Oberhalb des Polarkreises

wc_E6_Stoedi_bru_1
wc_E6_Stoedi_bru_2
wc_E6_Semska_1
wc_E6_Semska_2
wc_Soerelva_1
wc_E6_Storjord_1
wc_E6_Roekland_1

Bodø – Mosjøen Die Realität
Die Realität
Bodø – Mosjøen An einem Rastplatz am Finneidfjord.
An einem Rastplatz am Finneidfjord.
Bodø – Mosjøen An einem Rastplatz am Finneidfjord.
An einem Rastplatz am Finneidfjord.
Bodø – Mosjøen An einem Rastplatz am Finneidfjord.
An einem Rastplatz am Finneidfjord.
Bodø – Mosjøen An einem Rastplatz am Finneidfjord.
An einem Rastplatz am Finneidfjord.
Bodø – Mosjøen An einem Rastplatz am Finneidfjord. Panorama
An einem Rastplatz am Finneidfjord. Panorama
Bodø – Mosjøen Fahrt über das Saltfjellet.
Fahrt über das Saltfjellet.
Bodø – Mosjøen Versuch das Korgfjellet zu überqueren, kläglich gescheitert.
Versuch das Korgfjellet zu überqueren, kläglich gescheitert.
Bodø – Mosjøen Hier kommt man nur noch zu Fuß oder Schneescooter weiter über das Korgfjellet.
Hier kommt man nur noch zu Fuß oder Schneescooter weiter über das Korgfjellet.
Bodø – Mosjøen Und wieder abwärts.
Und wieder abwärts.
Bodø – Mosjøen Immer noch auf der Talfahrt am Korgfjellet.
Immer noch auf der Talfahrt am Korgfjellet.
Bodø – Mosjøen Am Fustvatnet.
Am Fustvatnet.
Bodø – Mosjøen Den gamle bensinstasjonen . Ved enden av Sjøgata, finner du Norges nest eldste bensinstasjon. Denne flotte Shellstasjonen ble bygd i 1933 og ble fredet av...
Den gamle bensinstasjonen . Ved enden av Sjøgata, finner du Norges nest eldste bensinstasjon. Denne flotte Shellstasjonen ble bygd i 1933 og ble fredet av…
Bodø – Mosjøen In der Sjøgata.
In der Sjøgata.

Tag-Cloud

Neue Bilder