Unterkunft
SunriseSunset
Die Fähre Kjøpsvik – Drag fährt recht regelmäßig. Die Fahrt von Tromsø bis zur Fähre dauert ca. 5 Stunden, die Strecke beträgt 329 km. Also sollte ich die 14 Uhr-Fähre anpeilen. Wie lange die Überfahrt dauert konnte ich nicht ermitteln, geschätzt doppelt so lange wie Bognes – Skarberget, also dann ca. 50 min. Man könnte natürlich auch in Narvik etwas zu Mittag essen und dann eben eine andere Fähre nehmen. Von Narvik nach Kjøpsvik sind es ca. 100 km die in ca. 1,5 h absolviert werden sollen. Das „Fiskekroken“ (zusammen mit der „Fiskehallen Narvik“) macht einen guten Eindruck, es liegt direkt am zentralen „roundabout“ im Zentrum, Adresse: Torgsvingen 11, 8514 Narvik. Bei gutem Wetter könnte man sogar überlegen noch auf das „Narvikfjellet“ hoch zu fahren. Man könnte dann sogar im „Fjellheisrestauranten“ essen. Uups, unter der Woche öffnen die den Lift erst um 13 Uhr, tse. Und dann schreibt das Restaurant auch noch das However, we need a little extra time to get started on the magic waffle iron and our beloved pizza oven, and therefore do not take orders from the menu until 30-60 minutes after opening. See the kitchen's opening hours above.
. Das Ticket für „Gondol T&R“ kostet 300 NOK.
Die in Frage kommenden Abfahrten Kjøpsvik – Drag
05:50, 06:50, 08:00, 08:50, 10:00, 11:10, 12:00, 13:00, 14:00, 15:00, 16:00, 17:00, 18:00, 19:00, 20:00, 20:50, 22:00, 23:00
318 NOK hat das Parken im Felsenparkhaus gekostet, ein stolzer Preis. Dafür kann man, wenn man sehr sparsam ist, sogar Essen gehen. Aber so ist es nun mal.
Passender Einschub dazu. Gestern Abend hatte ich im „Walter & Leonard“ ja eine „Soppsuppe“ (Med stekt og syltet sopp, sultet gulrot og grilled brød; „Mushroom soup“ With fried pickled mushrooms, pickled carrots and grilled bread). Das Dessert „Konfektkake“ (Serveres med appelsinsorbet), also ein Kuchen aus/mit Konfekt schlug noch mal mit 165 NOK zu Buche. Dazu ein Øl. Das machte schlanke 506 NOK (51,50 €). Es ist Urlaub, man gönnt sich das ja nicht jeden Tag. Dann im „Solid“ noch zwei Øl hinterher, mit Tipp zusammen 260 NOK (26,46 €). Dafür war das das leckerste Weihnachtsbier unter der Sonne. Ende Einschub Preisgefüge in Norge.
Im Hotel gefrühstückt hatte ich nicht, keine Ahnung, warum ich die Buchung ohne Frühstück genommen hatte. Aber machen wir was daraus, also an einer Tankstelle anhalten, da gibt es immer frischen Kaffee, noch einen „brus“ (eine Art Limonade, Marke „Villa“) dazu und ein mat-pakke. Mit selbigem konnte man zwar keinen Bärenhunger tilgen, es waren nur zwei recht magere Scheiben Brot, aber ein echt norwegisches Produkt, das ist doch mal nett. Eine Scheibe wurde dann sofort verputzt.
Zuerst nahm ich an, dass sich das Thermometer im Auto noch nicht vom doch recht warmen Felsenparkhaus akklimatisiert hatte und sprach beim ersten Video während der Fahrt aus Tromsø heraus noch davon, dass es auf keinen Fall +7 °C haben kann. Aber auch nach weiteren Kilometern änderte sich daran nichts. Es war so warm, irre. Nur an wenigen Stellen fiel das Thermometer mal auf 0 °C, aber unter dem Gefrierpunkt war es heute kein einziges Mal.
Einschub. Es ist 17:30 Uhr, der Magen hängt langsam auf halb acht, oder wie sagt man das noch mal? Er könnte halt mal was Anständiges vertragen. Zum Glück gehört zum Hotel auch ein Restaurant dazu. Denn weit und breit ist hier sonst nix zu bekommen. Außer natürlich an der Tanke gegenüber rasant gesunde Pølser und ähnliches. Ende Einschub.
So richtig spannende Dinge sind heute nicht passiert, auf einer für meine Belange extrem kurzen Tagesstrecke von 359 km auch nicht verwunderlich. Die einzige Abwechslung war die Fährfahrt von Kjøpsvik nach Drag, die ich zum ersten Mal gefahren bin. Sonst nahm ich immer Bognes – Skarberget oder Bognes – Lødingen. Bognes – Skarberget war nicht möglich, weil beide Fähranleger komplett umgebaut werden, die dort verkehrenden Fähren werden nämlich auf elektrischen Antrieb umgestellt und da muss die entsprechende Infrastruktur gebaut werden. An den Fähranlegern in Kjøpsvik und Drag sind sie da derzeit schon dran, da ist auch alles Baustelle.
Die Überfahrt ging ziemlich ruhig ab. Als ich in Narvik das doch recht aufgewühlte Meer gesehen hatte, machte ich mich schon auf eine ziemliche Schaukelei bei der Überfahrt gefasst, dem war aber nicht so. Wenn ich es richtig gesehen habe, dann hatte die Überfahrt ca. 50 Minuten gedauert.
Da ich nicht wie geplant in Narvik zu Mittag gegessen hatte, ich war noch nicht hungrig, hatte ich mir dann unterwegs an einer Tanke doch einen Pølser mit einem weiteren Kaffee gegönnt. Aber wie im obigen Einschub schon angemahnt, ich habe jetzt echt Hunger. Also, erst mal Pause.
Der erste Pluspunkt ist schon mal, hier ist man noch nördlich genug, dass man Mack Øl im Angebot hat. In Trondheim hatte ich mal nach einem Mack Øl gefragt und wurde darauf verwiesen, dass es das so weit südlich nicht mehr gibt.
Zu Essen gibt es einen "Salat med reker", ich bin sehr gespannt. Das Ambiente der Lokalität ist etwas einfach gehalten, das Essen muss am Tresen bestellt und gleich bezahlt werden.
Heute waren mir unterwegs zig Militärfahrzeuge begegnet, auch welche die in der Windschutzscheibe noch ihr „Y“-Bundeswehrkennzeichen liegen hatten und ansonsten mit einem norwegischen Kennzeichen ausgestattet waren. Plötzlich bog vor mir ein recht kleines Fahrzeug auf die Straße ein, welches 4, tja, ich bin kein Kenner des Zeugs, Raketen montiert hatte. Alter, wie krass ist das denn, hoffentlich waren das nur Attrappen? Irgendwann sah ich dann, dass da wohl eine Kaserne war. In Innhavet am Hotel standen drei LKW mit offenen Anhängern, die alle militärisches Gerät geladen haben. Danke, Putin, für nichts.
Der reke salad war ordentlich, kommt aber an den im Hotel Frykenstrand nicht heran. Und wie schon angedeutet, mit 280 NOK kann man was Ordentliches zu Essen und Trinken bekommen. Das Øl neigt sich dem Ende zu, Zeit zu gehen.
Einschub: Lästern. Schon öfter habe ich mich ja darüber lustig gemacht, wenn es Leute in Hotelbewertungen negativ bewertet haben, wenn es kein deutsches Fernsehen gab. Und einige, nicht alle, Sendungen lassen sich nun mal im Ausland, wegen Geo-Blocking, nicht über das Internet streamen. Aber, man darf ja auch etwas kreativ werden und der ganzen Geoblockiererei doch noch ein Schnippchen schlagen.
Geht so: Mit einem völlig unintelligeten Satelliten-Receiver (der den Begriff Smart noch gar nicht kennt), programmiert man das noch zu Hause was einen interessiert. Dann, unterwegs, baut man über seinen Router zu Hause, oder auch einem NAS, eine VPN-Verbindung auf, dann ist man auch unterwegs quasi doch im eigenen Netzwerk zu Hause. Und dann muss man nur noch warten, bis der Receiver zu Hause mal wieder etwas aufzeichnet und kann sich das dann über eine Webseite direkt vom Receiver runter laden und dann in Ruhe und auch in ordentlicher Auflösung gucken. Ja, werden jetzt hier die Internet-Aficionados sagen, was ein Quark, da gibt es doch genügend Dienste im Internet die einem all das auch bieten. Ja, und wo ist da der Reiz, wo ist das Kniffel das gelöst werden soll? Mal davon ganz abgesehen, dass mir diese Firmen noch meine Privatsphäre klauen. Ähm, ja, das ganze setzt natürlich voraus, dass man auch zu Hause eine ordentliche Internetverbindung hat. Ende Einschub Lästern.
Und jetzt bin ich gespannt, was die „Anstalt“ zum Hasenhirn Putin für Tafelnummern zu bieten hat.
<Grummel> Also eine Tafelnummer gab es schon mal nicht. Aber das Ende der Sendung habe ich verpasst, sicher weil es vorher wieder heftige Überziehungen gab. Ja, ja, lästert ihr doch nur, hädder doch nur „Sendung verpasst“ oder etwas in der Art genutzt, der Ömmel. 😎
Tja, es ist nicht zum Lachen, also das was in der Welt so passiert. Putin hat den Verstand verloren, in Australien Überschwemmungen, in der Antarktis historisch wenig Eis zum Ende des Sommers. In Deutschland Tagestemperaturen die deutlich zweistellig sind, die Coronazahlen steigen rasant, dabei ist der „Freedom-Day“ noch gar nicht erreicht. Und mit jedem Tag nähere ich mich dem normalen Wahnsinn weiter. Ende für heute.