Unterkunft
SunriseSunset
Der „Laksforsen“ kommt relativ schnell nach Mosjøen und liegt quasi direkt an der [E6], bei schönem Wetter fahre ich auf jeden Fall noch mal hin.
„Den Goldenen Umweg“ („Den Gyldene Omvei“) zu nehmen, statt die eher langweilige [E6] vor Trondheim war in 2023 eine angenehme Abwechslung, auch wenn dadurch eine zusätzliche Fährüberfahrt notwendig wird. Alternativ könnte ich auch schon deutlich früher von der [E6] abfahren nämlich vor „Asp“ auf die „[17]“ in Richtung „Namsos“, „Brønnøysund“ bzw. „Malm“. Hinter der „Beitstadsundbrua“ biegt man dann von der „[17]“ links ab auf die „[720]“ in Richtung „Follafoss“, „Malm“ und „Bergmannsparken“. In „Malm“ sollte man nicht auf die „[Fv202]“ in Richtung „Sela“ und „Afjord“ abbiegen, die Straße ist sehr schmal. Irgendwann stößt man dann auf die „[715]“ und fährt südlich nach „Kråkmo“. Nach „Balstad“ trifft man dann wieder auf die „[755]“ die ich 2023 schon fuhr. Dann sind es nur noch wenige Kilometer zur Fähre nach „Rørvik“. Und, aufgepasst, sich nicht dazu verleiten lassen hier auf die Tube zu drücken um vermeintlich noch die Fähre zu schaffen, das kann ins Auge gehen. In der Ruhe liegt die Kraft. Die Fähre setzt alle halbe Stunde über. Die Fahrt kostet mutmaßlich (mit AutoPass) 135,90 kr (*). Der reguläre Preis wären 151 kr.
Rørvik – Flakk
25m; 15:00; 15:30; 16:00; 16:30
(*) Vermutlich das was man heutzutage in einem Restaurant oder Kneipe für ein Øl zahlen muss. In 2023 hatte in Tromsø im „Solid“ ein Bier immerhin schon 142 NOK gekostet.
Gucke ich am frühen Morgen aus dem Fenster und sehe, es schneit, nicht sehr heftig, aber auch nicht wenig. Hmm, das war aber so nicht gemeldet. Egal, erst mal Frühstück. Wie kalt es war habe ich schon wieder vergessen, ich meine es waren -7 °C. Beim Einpacken des Gepäcks ins Auto musste man etwas auf die Tube drücken, damit einem die Karre innen nicht vollschneit. Der Schnee auf den Scheiben war flugs weggewedelt, pulvrig wie er war.
Abfahrt. Es geht langsam aus Mosjøen raus. Mir ist in Erinnerung, dass es da durchaus ein wenig ansteigt. Aber die Straße war gut zu fahren und nur wenige Minuten nach dem man Mosjøen verlasse hatte, war man schon Mutterseelen alleine unterwegs. Der Schneefall ließ auch schon nach. Bei Ankunft am Laksforsen hatte er fast komplett aufgehört. Ich fuhr erst mal bis zum Restaurant. Erstaunlicherweise brannte dort Licht und es stand ein Auto am Haus. Ich parkte meine Schüssel auf dem geräumten Parkplatz. Von innen wurde meine Ankunft inspiziert. Aussteigen, erst Mal gut einpacken, denn es war deutlich kälter geworden. Es war trüb, gegenüber 2023 lag aber etwas mehr Schnee. So direkt beobachtet wollte ich hier das Fluggerät nicht steigen lassen. Also nur ein paar Fotos geschossen.
Ich war davon ausgegangen, dass wenn da nun wieder Betrieb ist, man auch rein gehen kann, um sich den Laksforsen aus der besten Perspektive anzuschauen. Um nicht als geiziger Touri dazustehen schnappte ich mir meinen Kaffeebecher um ihn mir füllen zu können. Aber guck an, die Eingangstür war geschlossen. Nun, dann eben nicht. Wieder ans Auto, einsteigen, zurück Richtung [E6]. Aber wie nun das Fluggerät steigen lassen. Plöderweise führten über den Weg zwei Stromleitungen, nicht der beste Platz. Also parkte ich mein Schüsselchen an der Einmündung zur [E6], damit ich nicht die schmale Straße blockiere und lief zurück.
Anfängerfehler. Ich hätte für diese paar hundert Meter unbedingt auch die dicken zweiten Handschuhe anziehen müssen. Denn bereits als ich am „Startplatz“ ankam waren mir die Finger halb abgefroren. Start, über die Bäume drüber und dann per Display orientieren. Das sollte eigentlich ganz gut geworden sein. Flug zurück. Ich spüre die Finger schon fast nicht mehr. Mit letztem Gefühl kriege ich das Fluggerät auf den Boden. Erstmal die Fingerchen etwas anpusten, viel hilft das allerdings nicht. Merke: Bei zweistelligen Minustemperaturen die Hände unbedingt bis zum Start gut warm halten! Ganz dick hinter die Ohren schreiben.
Ich sammle die Gerätschaften ein und marschiere zurück zum Auto. Ich stelle mir vor, wie schön warm das gleich im Auto wird und die Finger anfangen zu britzeln. So war es dann auch, f-a-n-t-a-s-t-i-s-c-h. Weiter geht es.
An anderen bekannten Stellen fuhr ich kurz von der [E6] ab und ging noch ein paar Meter. Dieses Mal natürlich mit den zweiten Paar Handschuhen. Ja, so geht das doch deutlich besser. Aber kalt ist nun mal kalt. So oder so, was ich absolut nicht erwartet hätte ist, dass das Fluggerät bei zweistelligen Minustemperaturen überhaupt seinen Dienst tut, aber das klappt problemlos. Die Technik hat keine Schwierigkeiten, sondern der Mensch.
Der Weg direkt vor Trondheim ist nach wie vor nicht so doll.
Auf jeden Fall war ich frühzeitig angekommen. Geraffel aufs Zimmer schaffen und erst mal zum Vinmonopolet. Das was ich suchte hatten sie aber auch nicht. Kein „Gruve 3“ oder „Autopilot“. Nun, nicht entmutigen lassen. Zurück ins Hotel. Da es ja die letzten Tage tagsüber und vermutlich nachts noch eher ziemlich frisch war konnte ich das wertvolle Øl natürlich nicht im Auto lassen, also noch eine extra Tasche aufs Zimmer schlüren.
19:30 Uhr, Treffen mit den beiden Forumsmitgliedern im „Frati“. Wie nett, sehr gesellige Unterhaltung. Anschließend weiter ins „Bror“, da war es schon recht spät, noch ein Absacker-Bierchen. Als letzte Gäste haben wir uns höflicherweise selbst rausgeschmissen, bevor wir um 23 Uhr rauskomplimentiert worden wären. Noch ein paar Schritte durch die sehr frische Nacht. Verabschiedung.