Unterkunft
SunriseSunset
Was für eine Fahrt heute. Abfahrt um 08:04 Uhr, bei ca. 0 °C. Die zu überwindende Strecke war eher durchschnittlich, 434 km. Und wieder war ich platt wie viel Schnee lag. Kaum eine Straße war komplett schneefrei.
Die Fähre in Bognes erreichte ich in passender Zeit, es wehte ein scharfer Wind. Bis die Fähre kam wurde ich schon mal gut durchgepustet. Es standen gerade mal drei Autos und zwei LKW zur Überfahrt bereit. Beim Auffahren auf die Fähre wunderte ich mich deshalb, dass die beiden Fährleute die paar Hansels nicht gleich abkassierten. Auf der Fähre zum Stillstand gekommen, wartete ich noch ein paar Minuten, ob nun jemand zum Abkassieren kommt, aber es machte keiner Anstalten Geld zu fordern. Also stieg ich aus und erwarb eine pølse, akkurat på norsk, ikke sant.
Rechtzeitig bevor die Fähre in Skarberget anlegte stieg ich wieder ins Auto, aber es ward kein Abkassierer gesehen. Also das man nun seine Überfahrt selbst irgendwo entrichten muss ist mir unbekannt. Die einzige denkbare Erklärung ist, entweder war heute Freifahrt (eher unwahrscheinlich) oder das wird auch wie an den bom stasjoner elektronisch erfasst und man bekommt, wenn man nicht registriert ist, eine Rechnung zugeschickt. Ich bin gespannt. [Anmerkung am 01.05.2017: Mit der üblichen Rechnung der normalen Straßenbenutzung wurde die Überfahrt nicht abgerechnet. Es muss also so gewesen sein, dass ich als Passagier das Ticket hätte selbst lösen müssen.]
Niederschlag gab es heute keinen, bis auf den letzten Streckenabschnitt (kurz vor Balsfjord runter von der [E6] und über die 858 nach Tromsø), da stürmte es heftig und man wusste nicht genau, ob das nun einfach nur aufgewirbelter Schnee war oder ob Nachschub im Anmarsch war.
Die letzten ca. 70 km fuhr ich eine Nebenstrecke. Sie führte über 2 kleine Fjells, wo innerhalb kürzester Zeit die Schneemengen noch mal erheblich zulegten. Aber es war kaum jemand unterwegs. Nach kurzer Zeit wurde die vorher normal breite Straße recht schmal und führte mehr oder weniger direkt an der Küstenlinie entlang. Als ein Schneepflug entgegenkam blieb ich besser stehen. Auch wenn es ein vergleichbar kleiner Schneepflug war, mit dem ist nicht gut Kirschenessen.
Der noch nicht so lange eröffnete Ryatunnelen kostet stolze 100 kr Gebühr. Was die anderen Streckenabschnitte heute kosten wird mir dann ja demnächst präsentiert.
Durch die andere Streckenführung kam ich westlich nach Tromsø rein, so fuhr ich dann auch mal über die andere große Brücke (Sandessundbrua), die auf die Insel führt. Das Hotel fuhr ich nicht durch denn Tunnel an, sondern direkt auf der vom Flughafen an der Küste entlang laufenden Straße. Ankunft am Hotel um 16:45 Uhr.
Einchecken im Hotel ging flott, das Fahrzeug kann ich auch wieder problemlos bis Montag hier parken.
In die Stadt ging es mit dem Bus, der quasi direkt vor dem Hotel losfährt. Den Plan hatte ich mir schon zu Hause heraus gesucht, man muss sich ja nicht unnötig in den leichten Schneesturm stellen. Auf der anderen Seite, die Busse sind eng getaktet und halten an jeder Gießkanne, prima Sache das. Das ich nicht mit dem Auto fuhr hatte ja einen bestimmten Grund. 😎
Mangels eigener Küche in der Unterkunft und fähigen Mitreisenden der norskkurs gruppe 😎, habe ich im „Egon“ für mich kochen lassen. Die Restaurants gibt es in ganz Norge, alle mehr oder weniger im gleichen Stil eingerichtet, sehr rustikal, große Auswahl an verschiedenen Gerichten und bisher immer sehr lecker. Heute stand eine fiske suppe auf dem Plan und als Dessert noch einen eplekake.
Dann Umsiedlung in die Ølhallen. 😎 „Gerstensaftkaltschale“, Geschmacksrichtung „Nordlys“. Was ich nicht bedacht hatte, Montag bis Mittwoch schließen sie bereits um 19:30 Uhr. Ich hätte es eigentlich wissen müssen. Beim Eintreten hatte ich noch das Schild gesucht, auf dem die Öffnungszeiten stehen, es aber nicht erblickt und der Schneesturm fetzte um die Häuser, also nix wie rein in die gute Stube. Als ich dann noch ein Bräu nachordern wollte wurde sachte darauf hingewiesen, dass nun aber mal so was von Schluss ist. Am nächsten Montag, wenn ich von Svalbard zurück komme ist es dann natürlich genau wieder so.
Nun gilt es noch die Tasche für morgen zu packen, es soll ja nur das Notwendigste mitgenommen werden, der Rest verbleibt im Auto.