Epilog 2025/11


03.12.2025

Bei der Beschriftung der Bilder habe ich nach „Longyearbyen Höydebasseng“ gesucht, was so natürlich falsch geschrieben ist. Aber mal wieder interessant was mir die KI da so ausspuckt. Spoiler: Gülle vom Feinsten.

Der Begriff "Longyearbyen Höydebasseng" bezieht sich wahrscheinlich auf das Hafenbecken in Longyearbyen, da sich dort die schwimmende, holzbeheizte Sauna SvalBad befindet. "Höydebasseng" bedeutet im Norwegischen "Höhenbecken" oder "Hochbehälter", was auf eine Wasserquelle oder ein Reservoir hinweisen könnte. In Longyearbyen gibt es jedoch keine spezielle öffentliche Einrichtung dieses Namens, daher ist es am wahrscheinlichsten, dass der Nutzer das Hafenbecken meint.
  • Standort: Das Hafenbecken ist der Standort der schwimmenden Sauna SvalBad.
  • SvalBad: Die Sauna ist Teil eines Projekts, das alte Materialien aus der Demontage von Gebäuden in Longyearbyen und Svea wiederverwendet.
  • Zweck: Es ist ein Schwimmbadbecken im Hafen, das aus dem Wasser aus dem Fluss und dem Meer gewonnen wird und für die Sauna verwendet wird.
  • Trinkwasser: Wichtig ist, dass man Trinkwasser aus der Leitung in Longyearbyen trinken kann. Aus Bächen oder Flüssen sollte man jedoch kein Wasser trinken, da es den Parasiten des Bandwurms enthalten kann.

Mit dem „SvalBad“ hat es absolut gar nichts zu tun, logisch. Und die Aussage bzgl. des Trinkwassers ist leider auch komplett falsch oder zumindest sehr veraltet. Denn in der aktuellen Ausgabe der Svalbard Posten steht ein ganzer Artikel genau zu diesem Thema. Dass eben das „Trinkwasser“ auf Grund einer hohen Manganbelastung nicht getrunken werden soll. Und die Einwohner von Longyearbyen erhalten kostenloses Trinkwasser, abfüllbar in 5l-Kanistern, im COOP. Das war mit das Erste was von S. zu erfahren war, kein Wasser aus dem Wasserhahn trinken.

Sucht man nach „Longyearbyen Høydebasseng“ wird das Ergebnis schon deutlich besser.

Das "Longyearbyen Høydebasseng" (Hochwasserreservoir) bezieht sich auf zwei Hochwasserbehälter, die zur Wasserversorgung von Longyearbyen auf Spitzbergen dienen. Der größte ist der HB01 mit 1600 m³ Volumen, der sich über dem Wohngebiet im Nordosten der Stadt befindet, und der zweite ist ein kleineres Reservoir mit 60 m³ in Nybyen.
  • Funktion: Die Hochwasserbehälter dienen der Wasserversorgung der Stadt Longyearbyen.
  • Becken HB01: Ein großes Reservoir mit einem Volumen von 1600 m³, das sich in der Nähe von Gruvedalen befindet, oberhalb des Wohngebiets im Nordosten der Stadt.
  • Becken in Nybyen: Ein kleineres Reservoir mit einem Volumen von 60 m³.

05.12.2025

Von Hayley habe ich ein paar Fotos bekommen, sie und T. haben die Eishöhle im Larsbreen besucht.

Ja, es stimmt, wer Alkohol im „Nordpolet“ kaufen will muss einige Voraussetzungen erfüllen bzw. Dinge beachten. Natürlich gibt es Altersgrenzen, es gibt striktere Öffnungszeiten (sonntags komplett geschlossen) als für den „COOP“ neben dran. Aber es gibt da auch die Regel, dass Touristen nur unter Vorlage ihrer Flug-Bordkarte Alkohol erhalten, was um Umkehrschluss bedeutet, Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes erhalten keinen Alkohol im „Nordpolet“. Aber es wird noch abgedrehter. Wenn man Alkohol erwirbt, dann wird das auf der Flug-Bordkarte verzeichnet. Ja, ja, so ist das.

Beim Briefing zum Ausflug „Nordlysjakt med elektrisk snøscooter“ wurde mitgeteilt, dass bei „Hurtigruten Svalbard“ Drohnen während der Ausflüge nicht mehr gestattet sind. Ich fragte da noch mal nach und ja, das bezieht sich auch auf Ausflüge die außerhalb der üblichen Verbotszonen gelten. In der „Sicherheitszone“ von Longyearbyen gibt es eh quasi keinen Ort der erlaubt wäre, weil er noch im 5 km Radius des Flughafens liegt. Ich hatte meine Drohne eh zu Hause gelassen, weil das meine eigene „Gepäck-Ladegrenze“ überschritten hätte. Ob ich sie also nächstes Jahr mit nach Longyearbyen bringe hängt davon ab, welche Ausflüge ich buche und ob alle anderen Reiseanbieter mittlerweile die gleichen Regelen haben, was anzunehmen ist. Schade eigentlich, aber irgendwo nachvollziehbar. Es ist besser der Sache einen Riegel vorzuschieben bevor es überhaupt „ausgeartet“ ist.


Ein paar Einzelposten.

  • Juleøl im „Nordpolet“: 27 NOK, 3,02 EUR
  • Taxifahrt vom Flughafen in Tromsø zum Hotel: 311 NOK, 26,84 EUR
  • Taxifahrt vom Hotel zum Flughafen in Tromsø: 304 NOK, 26,30 EUR

07.12.2025

Schon wieder über eine Webseite gestolpert die kolportiert, dass die Polarnacht von Ende Oktober bis Mitte Februar geht. Das Einzige was da „geht“, bei mir der Hut, nämlich hoch. Aber es geht noch weiter. Das „Huset“ hätte eine eigene Brauerei, was ein Unfug. Und unter „beste Reisezeit“ steht: „Winter (Oktober bis April): Perfekt für Polarlichter, Schneemobil-Touren und Hundeschlitten-Abenteuer“. Was ein Quark. Im April gibt es garantiert keine Polarlichter mehr, da hat es schon fast komplett die Mitternachtssonne. Bei so viel Nonsens platzt mir echt der Kragen.

Die Leute waren im Sommer dort und haben sich für diese Zeit einen eigenen Eindruck verschafft, das geht in Ordnung. Den Rest haben sie sich im „Internet“ zusammengesucht und dabei den ganzen Quatsch den schon zig andere verzapft haben einfach ohne eigene Recherche nachgeplappert. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und ihnen eine Mail geschrieben. Bin gespannt, ob da was kommt und vor allen Dingen, ob sie ihre Daten korrigieren. Ich glaube weder an das eine noch das andere. Alleine schon deshalb, weil das Ganze dann ja viel weniger spektakulär klingen würde.

An anderer Stelle wird es noch krasser: Je nach Jahreszeit erwarten dich auf Spitzbergen extreme Bedingungen:Im Winter (Polarnacht: Oktober bis Mai). Zum Henker noch mal, was für ein bullshit!


08.12.2025

Guck mal an, dass das Huset eine Brauerei hätte, das haben sie korrigiert, den Text „Winter (Oktober bis April): Perfekt für Polarlichter, Schneemobil-Touren und Hundeschlitten-Abenteuer“ haben sie geändert in „Winter (Oktober bis März): Perfekt für Polarlichter, Schneemobil-Touren und Hundeschlitten-Abenteuer“. Aber geantwortet haben sie nicht. „Bitte, danke schön.“ <g>.


11.12.2025

Wie schön, mit H. stehe ich noch in Mail-Kontakt, mittlerweile ist sie zurück in Australien. Das Foto das uns zusammen vor dem COOP zeigt hat sie zur Veröffentlichung auf meiner Webseite frei gegeben.

Was ganz anderes. Mir deucht immer wieder, dass kaum verstanden wird, wo Svalbard eigentlich liegt und wie weit weg und isoliert man dort in Wirklichkeit ist. Aber die Dimensionen sind - gerade für uns recht dicht besiedelt lebende Mitteleuropäer - ziemlich ungewöhnlich. Erste Erkenntnis. Svalbard ist eine Insel, nein, es sind viele Inseln und diese sind auch jede für sich recht groß. Und hier kommt unweigerlich das Saarland ins Spiel, logisch. Das Saarland hat eine Fläche von 2.570 km² (986.887 Einwohner). Spitzbergen hat eine Fläche von 61.022 km² (2.668 Einwohner [Longyearbyen, Barentsburg und Ny Ålesund). Das Bundesland Bayern hat eine Fläche von 70.551 km² (3,8 Mio Einwohner). Diese Zahlen mal sacken lassen.

Man stelle sich vor Frankfurt am Main wäre ein Dorf (wie Longyearbyen) und man wollte nun in die nächst größere Stadt fahren. Wie viele Kilometer muss man dann fahren? Ich umschreibe es mal mit, nicht sehr viele Kilometer. Aber um von Longyearbyen in die nächste Stadt zu fahren, und wir lassen jetzt mal den Aspekt links liegen, dass man einige hundert Kilometer davon auf dem Wasser zurücklegen müsste, würden wir bis nach Rom (ja, das Rom in Italien) fahren um in die nächste Stadt zu kommen. Das kann sich vermutlich jeder ganz gut vorstellen. Und auf der gesamten Strecke von Frankfurt am Main bis zur Stadtgrenze von Rom wäre nichts, kein Haus, kein Mensch. Und damit meine ich auch keine Straße, kein Weg, kein Trampelpfad.

Wenn jemand von Köln nach Düsseldorf wollte (Luftlinie 34,4 km), vergleichbar mit Longyearbyen nach Barentsburg (37,7 km) dann kann er das im Sommer per Schiff machen und im Winter, bei genügend Schnee, auch mit dem Schneescooter, benötigt dafür aber eine deutlich längere Strecke.

Ich hoffe jetzt ist klar geworden wo Svalbard liegt und wie abgeschieden es ist.


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