11.02.2023 Geilo – Larvik –   – Hirtshals – Aarhus 11.02—11.03.2023


Sa 11.02.2023 Geilo – Larvik – – Hirtshals – Aarhus
4 Std. 1 Min. (253 km)
2 Std. 1 Min. (187 km)

Unterkunft

vv_Geilo
vv_Dagali
vv_Dagalifjellet
vv_Larvik
vv_Hirtshals
vv_Aarhus

fc_Geilo
fc_Aarhus

SunriseSunset

Die Fähre von Larvik geht um 12:45 Uhr, man soll spätestens 60 Minuten vorher da sein, wobei das üblicherweise in der Nebensaison keine so große Rolle spielt, die Schiffe sind in der Regel ziemlich leer. Die Strecke von Geilo zum Fährhafen ist 253 km, Fahrzeit ca. 4 Stunden, also da muss ich schon recht zeitig aufbrechen. Die Strecke führt über das „Dagalifjell“, immerhin über 1.000 Meter hoch gelegen. Infos findet man hier. Am „Vasstulan Høyfjellsseter“ / „Vasstulan 1100“ kommt man vorbei, geöffnet „fredag – søndag: 12:00 – 18:00 + ferier“, also für mich leider zu spät, aber Zeit hätte ich eh keine.

Es stürmt nicht mehr, es schneit nicht mehr, schon mal sehr gut. Ein Blick auf die Straße hinter dem Hotel lässt vermuten, dass es evtl. teilweise glatt ist, die Oberfläche spiegelt leicht. Die Autos die gegenüber parken sind alle komplett schneefrei. Auf jeden Fall habe ich nun genug Zeit gemütlich zu Frühstücken.

Beim Einladen des Gepäcks muss man vor dem Hoteleingang jeden Schritt sehr gut und bedächtig wählen, es ist spiegelglatt. Aber der Platz ist mehr oder wenig plan und es steht zu vermuten, dass ich meine Spur auf die Straße finde. Die ist gut griffig und nicht vereist. Also nach und nach das ganze Geraffel ins Auto verladen, alles an sein passendes Plätzchen. Powerknöpfle drücken, g-a-n-z sachte vorwärts, die Räder drehen durch, ein paar Zentimeter zurück, neuer Anlauf, klappt. Trotzdem erst mal sehr behutsam die Straßenlage testen, es geht leicht kurvig bergab zur [Rv7]. Läuft wie geschmiert, also im übertragenen Sinn, sprich guter Griff und stabil.

Ein paar wenige verirrte Fahrzeuge sind schon unterwegs. Es ist gerade mal 9 Uhr, die Lifte öffnen erst um 09:30 Uhr. Am Ortsausgang steht eine elektronische Anzeige, das Dagalifjell ist offen, so hatte ich es auch heute früh auf yr.no gesehen. Später kommt noch ein Schild das darauf hinweist, dass es auf der kommenden Strecke drei Steigungen geben wird.

Der erste Anstieg ist moderat mit 7%, die Straße ist schön verschneit, es fährt sich wie auf Schienen. Hinter mir sammeln sich ein paar Fahrzeuge, wie sich das hier gehört immer in gutem Abstand, niemand drängelt. Ein Fahrzeug fährt ab in ein Skigebiet, eine weitere Kolonne von 6-7 Fahrzeugen folgt mir weiter. Im Rückspiegel sehe ich nur, dass das Fahrzeug ein sehr komisches Nummernschild hat, ich kann es keinem Land zuordnen. Es bietet sich die Gelegenheit rechts ran zu fahren, die Kolonne passiert. N-e-i-n, das sind alles Testfahrzeuge, mit deutschen Kennzeichen, in ungewöhnlicher Notation: „F - 12345“, hab' ich im Leben noch nicht gesehen. Und alle Fahrzeuge hatten hinten gut lesbar ein Schild, dass es Testfahrzeuge sind. Das ist mir bei den Testfahrzeugen in Sverige noch nie begegnet. Auf jeden Fall kann ich jetzt völlig entspannt und mit meinem Tempo weiter fahren.

Ich bin mir jetzt unsicher, ob der höchste Punkt der Strecke heute der zweite oder erst der dritte Berg war, ich glaube es war der dritte. Dort ist man auf 1.100 m, so hoch war ich glaube ich noch auf keiner Straße in Norge. Schon deutlich vorher konnte man ein paar Kite-Drachen sehen, ich stoppte also und schaute mir an, wie man mit einem Kite-Drachen „surft“. Eine Person hatte das ziemlich gut drauf, der war die ganze Zeit „im flow“ und zog seine Bahnen nach links und nach rechts, denn die Fläche auf der das ganze stattfand war vergleichsweise klein.

Auch wenn es hier oben grade mal 0 °C hatte, mit dem Lüftchen das wehte wurden die Finger trotz Handschuhen doch recht schnell kalt. Einsteigen und weiter geht es. Der spannende Teil der Strecke war heute doch recht schnell vorbei, eine Stunde wird es wohl gewesen sein.

Dann plötzlich sehe ich ein unscheinbares Schild das sagte, dass in X Kilometern die Straße gesperrt wäre. Ähh, wie jetzt, die Straße auf der ich bin? Kann ja wohl nicht sein, da wäre doch vorher sicherlich ein großes Umleitungsschild gewesen. Leicht irritiert fahre ich weiter und sehe doch tatsächlich nach ein paar hundert Metern die Straße komplett verbarrikadiert. Was zum Henker soll das jetzt sein? Ich wende, Motor aus. Großer Norge-Atlas auf die Knie, tja wo bin ich hier eigentlich, irgendwo im Nichts auf der [40]. Ich sehe eine Straße leicht westlich von der [40] die parallel verläuft. Ungewöhnlich schnell schlägt das Navi auch diese Strecke vor. War also kein großer Zeitverlust und auch nicht wirklich ein Umweg.

Trotzdem muss man sagen, die Fahrt zieht sich schon dahin, die Straße windet sich in einer einzigen langen Kurve, auf und ab, durch die Gegend. Selten kann und darf man mal 80 km/h fahren, in den Ortschaften und seien sie auch noch so klein, sind viele Langsamfahrstellen mit nur 40 km/h die man lieber auch einhält, sonst hat man sich nämlich den Unterboden abgeschrubbt.

Wäre die Fähre heute wie geplant gefahren wäre das Ganze auf jeden Fall eine ziemliche Hetzerei geworden, an Zwischenstopps wäre nicht zu denken gewesen. Den Weg zum geplanten Treffen mit Forumsmitglied H. habe ich gut gefunden, zwar deutlich später als ich dachte aber es war genügend Zeit angenehm zu Plauschen, vielen Dank an dieser Stelle für die freundliche Einladung, sehr nett.

Pünktliche Abfahrt nach Larvik zur Fähre, man nimmt ein Stück der Autobahn und gleitet im Vollrausch mit 110 km/h dahin. Das hätte ich mir allerdings sparen können, denn die Fähre war noch gar nicht angekommen und die drei CheckIn-Terminals in langen Schlangen belegt. Langsam geht es vorwärts, dann kommt die Fähre und spült endlos Fahrzeuge von Bord, es nimmt kein Ende. Wenn das so weiter geht fahren wir nie pünktlich los. Endlich fahren die ersten Fahrzeuge auf die Fähre, bis sich die Reihen mal lichten dauert es eine gefühlte Ewigkeit.

Ich stehe am vorgesehenen Platz, Motor aus, auf Deck gehen, alle Fahrzeuge sind an Bord, die Leinen werden gerade los gemacht und schon geht es los, auf die Uhrzeit habe ich gar nicht geachtet. Die allerletzten Sonnenstrahlen erhellen den Horizont. Nun suche ich meinen Platz in der Business-Class. Der moderat höhere Preis ist gut angelegt, dort ist es absolut ruhig, wenn überhaupt wird nur geflüstert. Im restlichen Schiff herrscht eine Lautstärke wie im Fußballstadion. Ich genehmige mir einen Kaffee und hole mir dann ein Baguette mit reke, das gibt es am Buffet das man zahlen muss. In der Business-Class gibt es nur kleine Snacks. Getränke wie Kaffee und Softdrinks sind gratis.

Dann nutze ich die Zeit und schreibe, das hier. Laut Bordmonitor dürfte die Hälfte der Strecke geschafft sein. Das Schiff schaukelt ab und zu ganz sanft.

Noch mal kurz aus der Business-Class raus. Was wuseln da viele kleine Kinder rum, Babys krabbeln umher, dementsprechend ist das dazugehörige erwachsene Publikum auch recht jung.

An einem der beiden Monitore an der Wand sehe ich ein Eisbär-Schild in einer Sendung (Alle mot 1) von Nrk 1 auftauchen, das wird doch nicht etwa. Doch, das ist Longyearbyen. Nächste Einstellung ist der Flur in „Mary-Ann’s Polarrigg“. Um was es da nun genau geht lässt sich für mich nicht sagen.

Im norwegischen Wetterbericht konnte man für morgen, Sonntag, nur einen Ort unterhalb des Polarkreises entdecken an dem Temperaturen unter null Grad gemeldet wurden. Sonst nur noch an ein paar Orten ganz im äußersten Nordosten.

Hatte ich eigentlich schon erzählt, dass ich das Abendessen (plus Vino) von gestern nicht bezahlen musste. Als ich heute früh im Hotel auscheckte hatte ich noch eine Übernachtung zu zahlen, das hatte ich ja so per Mail nach gebucht und eben die beiden Abendessen, aber der Rezeptionist stellt mir nur ein Abendessen in Rechnung. Also Leute, ich bin echt eine ehrliche Haut, aber wenn ihr eure Abrechnung nicht im Griff habt, dann ist das eure Schuld.

Die Überfahrt nähert sich dem Ende zu, so richtig abschätzen kann man es nicht auf dem Monitor wie lange es noch dauert, eine prognostizierte Ankunftszeit gibt es nicht. 21:15 Uhr müssten wir laut Plan ankommen, wenn wir 17:30 Uhr losgekommen wären. Jetzt ist es 21:07 Uhr, nee also das dürfte nicht klappen. Egal, genug getippt für heute.

wc_F40_Dagalifjell
wc_F40_Veggli
wc_F40_Hvittingfoss
wc_Holmestrand_North
wc_Larvik_havn
wc_Larvik_Mesterfjellet
wc_Larvik_Larvik_Golfbane_AS
wc_Larvik_Hvittensand
wc_Larvik_Larvik_havn
wc_Larvik_Larviksfjorden_Syd
wc_Larvik_Felleskjopet_Kasse
wc_Larvik_Felleskjopet_Halsen
wc_Larvik_Torget
wc_Larvik_Golfbane
wc_Larvik_Stavernsodden_Fyr_1
wc_Larvik_Stavernsodden_Fyr_2

Geilo – Larvik – – Hirtshals – Aarhus Die Realität
Die Realität
Geilo – Larvik – – Hirtshals – Aarhus Abfahrt in Geilo.
Abfahrt in Geilo.
Geilo – Larvik – – Hirtshals – Aarhus Hotel „Vasstulan 1100“.
Hotel „Vasstulan 1100“.
Geilo – Larvik – – Hirtshals – Aarhus Mit dem Kite-Drachen im Schnee surfen.
Mit dem Kite-Drachen im Schnee surfen.
Geilo – Larvik – – Hirtshals – Aarhus Mit dem Kite-Drachen im Schnee surfen.
Mit dem Kite-Drachen im Schnee surfen.
Geilo – Larvik – – Hirtshals – Aarhus Blick in Richtung Norden.
Blick in Richtung Norden.
Geilo – Larvik – – Hirtshals – Aarhus Ziemlich eingeschneit.
Ziemlich eingeschneit.
Geilo – Larvik – – Hirtshals – Aarhus Was für ein Ausblick von dieser sehr exklusiven Lage.
Was für ein Ausblick von dieser sehr exklusiven Lage.
Geilo – Larvik – – Hirtshals – Aarhus Mit dem Kite-Drachen im Schnee surfen.
Mit dem Kite-Drachen im Schnee surfen.
Geilo – Larvik – – Hirtshals – Aarhus Mit dem Kite-Drachen im Schnee surfen.
Mit dem Kite-Drachen im Schnee surfen.
Geilo – Larvik – – Hirtshals – Aarhus Kräne im Hafen von Larvik.
Kräne im Hafen von Larvik.
Geilo – Larvik – – Hirtshals – Aarhus Terminalgebäude von ColorLine in Larvik.
Terminalgebäude von ColorLine in Larvik.
Geilo – Larvik – – Hirtshals – Aarhus Kräne im Hafen von Larvik.
Kräne im Hafen von Larvik.
Geilo – Larvik – – Hirtshals – Aarhus Im Hafen von Larvik.
Im Hafen von Larvik.

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