Unterkunft
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- Bevor man in Grong über den Fluss Namsen fahren würde fährt man rechts auf die [760] in Richtung Namsos, Overhalla bzw. Bergsmo.
- Vor Skogmo geht es links ab auf die [17] in Richtung Namsos und Overhalla.
- Vor Namsos biegt man südlich ab und überquert die „Høyknesbrua“. Parallel dazu verläuft die alte „Namsbrua“, ein Viadukt.
- Nach einigen Kilometern geht es von der [17] links ab auf die [715], ausgeschildert ist Osen.
- Nach dem Weiler Osen erreicht man kurz die See, aber die [715] verschwindet wieder im Landesinneren.
- In Åfjord biegt man rechts ab auf die [723] in Richtung Linesøya und Stokkøya.
- Über zwei Brücken erreicht man dann zuerst die Insel Stokkøya. Unter der zweiten Brücke verkehrt auch die Hurtigruten.
- Auf der Insel biegt man dann links auf die [6320] in Richtung Hosen, es ist quasi eine „single-track-road“.
- Bevor man über eine Brücke rüber auf Linesøya fährt biegt man rechts ab nach Hosen.
- Dort liegt das Stokkøya Strandhotell. Man darf kein herkömmliches Hotelgebäude erwarten. Es handelt sich um ein flaches Gebäude mit einzelnen Zugängen zu den Unterkünften, alle mit Blick direkt auf das Meer. Auf der Webseite werden die Unterkünfte als Sublugarer bezeichnet, ich würde das mal mit „kleine Kabinen“ übersetzen. Die Einrichtung macht mir nicht den Eindruck, als ob das im Winter dort gemütlich wäre. Es gibt viel nackten Beton zu sehen.
- Am „Cavecafé“ hat es ein paar Parkplätze.
- Direkt unten am Sandstrand „Hosnasanden“ hat es die „Strandbaren“.
- Dann wieder zurück nach Åfjord. Dort dann der [715] folgen, Trondheim ist schon ausgeschildert.
- Die Fähre Rørvik – – Flakk fährt jeweils zur halben und vollen Stunde, die Überfahrt dauert 25 Minuten. Fahrplan
Das Frühstücksbuffet im Hotel war großartig. Beim Blick aus dem Zimmerfenster ist es schon komplett hell und wolkenfrei. Mein GPS-Logger macht mal wieder Schwierigkeiten, er reagiert nicht, heute wird es auf jeden Fall keinen Track geben.
Die Wettervorhersage für Mosjøen lag heute bei bis zu -20° C. Beim Verlassen des Hotels dachte ich gleich, das ist frisch, man spürt es in der Nase. Zeugs einladen, die Scheiben minimal von einer dünnen Eisschicht befreien, dabei überhitzt man nicht, sondern es wird nur angenehm warm. Einsteigen, Power, die Temperatur: auf den Punkt -20° C. Kupplung und Gangschaltung sind schon ziemlich schwerfällig. Vor allen Dingen braucht es eine halbe Ewigkeit bis die Kupplung überhaupt mal kommt. Aber alles läuft, das ist die Hauptsache.
Es ist eine der wenigen Mal bei denen ich die Jacke, Mütze und Buff anbehalte. Die Handschuhe sowieso.
Der „Laksforsen“ kommt schnell näher, da ist der Fahrer gerade mal einigermaßen aufgetaut. Der „Laksforsen“ ist deutlich mehr zugefroren, als in 2024. Die Sonne geht gerade über den Bergen auf und beleuchtet alles filmreif. Ich fahre wieder zurück zur [E6] und stelle dort das Fahrzeug ab, dort ist die Straße so breit, dass ich nix blockiere. Fluggerät präparieren und dieses Mal die dicken Handschuhe anziehen. Zum Startplatz zurücklaufen und los geht es. Die Brille habe ich im Auto vergessen, aber die Handgriffe sitzen zumindest so, dass es auch so geht.
Die Szene ist im Kasten und die Finger fast abgefroren. Schnell die dicken Handschuhe wieder anziehen.
Auf diesem Abschnitt der [E6] hat es ein paar neue Abschnitte. Schade, dass mein GPS-Logger nicht klappt.
Ich fahre so vor mich hin und biege am „Eingangstor“ zur Fylke Trøndelag ab und da sehe ich doch glatt das Hasenhirn vom Saltfjellet an mir im Affenzahn vorbei brettern. Also hat er sich ja irgendwie befreien können. Da ich gestern ein Foto gemacht hatte auf dem man das Nummernschild erkennen kann müsste man sicherlich heraus bekommen woher der Kamerad kommt. Ein bekanntes Nationalitäten-Kennzeichen war nicht zu sehen.
Dann war irgendwann die Entscheidung zu treffen, ob ich die geplante Alternative wirklich fahren will oder nicht. Ja, will ich. Das Wetter ist bestens, die Straßenbedingungen perfekt. Also auf in das Abenteuer. Zunächst geht es auf einer Straße weiter die nur unwesentlich schmaler ist als die [E6]. Bald gibt auch das Navi auf und schlägt mir exakt die Route vor die ich geplant habe.
Dann wechsle ich wieder die Straße, oha, hier plötzlich eine geschlossene Schneedecke, die Straße noch mal etwas schmäler, kurvenreicher. Ja, das wird schon passen. Nach einer kurzen Weile stellt sich die Strecke dann als super gut befahrbar heraus. Es ist kaum einer unterwegs, das reinste Vergnügen. Die paar-und-vierzig Kilometer bis zum nächsten Knotenpunkt sind schneller gefahren als gedacht.
Dann wieder auf eine andere Straße, alles läuft prima. So langsam rückt die Küste näher, die ich kurz streife. Wie zu erwarten steigen die Temperaturen langsam aber sicher, der Schnee wird weniger in der Landschaft. Und die Straße wird kniffliger zu fahren, sie wird „schmieriger“. An der Küste angekommen ist es grau, es hat gerade noch -2° C, alles wirkt trostlos. Ich halte an einer Stelle an und schieße ein paar Fotos.
Weiter geht es. Dann kommt ein Steigungsstück, ich habe vergessen wie viele Prozent es waren, aber so viel, dass ich schon etwas die Stirn runzelte. Es ging gut. Nach einer überschaubaren Strecke wurde es wieder kälter, der Schnee in der Landschaft kam zurück und die Straßenbedingungen wurden wieder deutlich angenehmer.
Meinen eigentlichen Plan zum „Stokkøya Strandhotell“ zu fahren habe ich verworfen, das was ich heute von der Küste gesehen habe hat mir gereicht. Dann lieber ins Hotel und zeitig ins „Frati“. Aber zunächst wartet da noch die Fähre, ich wusste sie fährt zu jeder halben und vollen Stunde. Es war bald abzusehen, dass das ziemlich knapp werden könnte. Dann fuhr auch noch ein Linienbus vor mir, nicht wirklich langsam. Dann, die Küste kommt in den Blick, irgendwann sehe ich die Fähre schon am Anleger liegen. Aber es ist noch Zeit.
Ich biege an den Fähranleger ab und fahre prompt in die falsche Spur. Scharfe Bremsung, rückwärts, die Reifen fangen an zu riechen, in die richtige Spur einfädeln, noch stehen ein paar Fahrzeug da. Hat also gepasst wie die Faust aufs Auge.
Trondheim ist für Autofahrer schon ein spannendes Pflaster, gesperrte Straßen, Einbahnstraßen und dann mein uraltes Navi, keine gute Kombi. Die zielgenaue Adresse des Hotels hatte ich gar nicht eingegeben, ich wusste noch von damals wo es lag, aber dann darf man von der Hauptstraße die daran vorbei fährt nicht einbiegen. Lange Rede kurzer Sinn, es war eine kleine Irrfahrt irgendwann stand ich dann vorm Hotel. Wirklich offiziell parken kann man da nicht. Ich lasse die Schüssel trotzdem stehen.
Einchecken, zwei Parkhäuser sind in der unmittelbaren Nähe. Ich erinnere mich noch an das Parkhaus damals, eine Tiefgarage, das war irgendwie total kompliziert. Und dann, ja, da sind ja noch die vielen Parkplätze am Straßenrand, zwar erst aber 20 Uhr für umme, aber da sind noch viele frei. Da wird geparkt, fertig. Das Parkticket zu bezahlen wird mal wieder zur Rätselraterei, angeblich funktioniert meine Kreditkarte nicht. Ich hatte sie nur angehalten. Also noch mal von vorne. Jetzt klappt es. Diese Technik.
Die dicken Klamotten gegen was „zivileres“ tauschen, ab ins „Frati“. Die Gehwege sind teilweise spiegelglatt, da ist äußerste Vorsicht geboten.
Wie immer findet sich auch ohne Bestellung ein Plätzchen für eine Person. Heute wird das Risotto gewählt, mich deucht, das hatte ich schon mal, es war wirklich ausgesprochen gut.
Dann geht es eine Etage tiefer in die ØX-Bar.
12.02.2026 Mosjøen – Trondheim