Unterkunft
SunriseSunset
Heute steht die „Tur til isgrotta på Longyearbreen“ („Ice cave tour with snowcat“) auf dem Programm, zwischen 09:00 und 12:00 Uhr.
Hatte ich schon geschrieben, dass die Tour zur Eisgrotte ausfällt? Per Mail hatte ich davon erfahren. Der Grund, nein, der Höhleneingang ist nicht eingestürzt, sondern es liegt zu wenig Schnee auf dem Weg zur Grotte, so dass die Schneeraupen nicht fahren können. Ja zefix aber auch. Eine Alternative soll sein, eine andere Tour zu buchen, die zu Fuß zur Grotte führt. Da mir immer noch nicht klar ist, wo die Grotte eigentlich liegt war mir das zu heikel. Also heute dann doch eine Runde durch die Stadt.
Was für Möglichkeiten hier dem Shopping-Wahn anheim zu verfallen. T-Shirt, Pullover, Kühlschrank-Magnet, super warme Hausschuhe (aus Seehundfell, ist das jetzt ein Frevel?), Rucksack (*), extra warme „lue“ (Mütze). Da rollt der Rubel. Mir graut davor das ganze Zeug in den Flieger zu bugsieren.
(*) Morgen soll es ja mit dem E-Scooter auf Tour gehen und mit meiner „komischen“ offenen Tasche aus Schweizer Armeebeständen wäre das evtl. ungünstig.
Bugge Wesseltoft in der „Svalbard Kirke“, solo. Was wird dabei wohl heraus kommen? Ein paar CDs die ich mir mal von ihm gekauft hatte waren durchaus, „schwierig“. Problemplatten sozusagen, einfach zu sphärisch. Die ersten beiden Lieder gingen etwas in diese Richtung. Was dann folgte war aber umgänglicher. Bei einem Stück setzte er auch Elektronik ein, da bebte durchaus das Gotteshaus. Der Prest (Pastor) ist übrigens eine Sie. Am Abend vorher saß sie im Publikum in unmittelbarer Nähe. Ihr Mann, so zumindest meine Vermutung, war der Sänger der unter anderem Prince' „Purple Rain“ zum Besten gab. Das Publikum war allgemein begeistert von der Vorstellung, ich auch. 10/10 Punkte.
Das Konzert von „The September When“ fängt ja erst um 21 Uhr an, irgendwie plöd, denn das Konzert mit „Stein Stokke & The Engine“ in der Svalbar startet um 22 Uhr. Nicht das ich letzteres Konzert besuchen wollte, aber eigentlich ist das doch eine Fehlplanung.
„The September When“ war ein voller Erfolg, anders kann man es nicht sagen. Zunächst war es in der Halle noch gähnend leer, so leer wie ich es vor einem Konzert noch nie gesehen habe. Aber als es los ging war es gut gefüllt. Die Musik würde ich auch mal als rockiger Pop bezeichnen, zum Glück keine gekünstelten Balladen oder so ein Schnick-Schnack dabei. Gegen Ende wurde richtig Gas gegeben und das Publikum war völlig aus dem Häuschen. Nach ein paar Zugaben war dann Schluss. Noch ein Absacker-Bier in der „Barentz Pub & Spiseri“, dieses Mal ein Spitzbergen Dark Season, natürlich auch von der lokalen Brauerei. Sehr lecker.