28.01.2023 Hahnstätten – Puttgarden –   – Rødby – Helsingør 28.01—11.03.2023


Sa 28.01.2023 Hahnstätten – Leverkusen – Bremen – Puttgarden – – Rødbyhavn – Helsingør, 10 Std. 44 Min. (913 km)

Unterkunft

vv_Hahnstaetten
vv_Puttgarden
vv_Rodby_Faerge_Port
vv_Helsingoer

fc_Hahnstaetten
fc_Helsingoer

SunriseSunset

Am ersten Reisetag gibt es also eine Abweichung vom über viele Jahre eingeschlagenen Weg. Malmö bleibt rechts liegen und es wird mal wieder in Danmark genächtigt, nämlich in Helsingør. Das Ganze ist evtl. etwas kindisch, jetzt wegen des ungerechtfertigten Park-Tickets in Malmö nicht mehr dorthin zufahren, aber hey, etwas Abwechslung darf sein und wo anders kann es ja auch nette Unterkünfte und Restaurants haben. Falls das in Helsingør völlig für die Füße sein sollte, dann wird eben was Neues gesucht.

Die Überfahrt Puttgarden - Rødbyhavn ist gebucht für 16:15 Uhr. Auf dem Ticket steht: Check-in-Zeit für gebuchte Fahrzeuge: bis 15 Minuten vor Abfahrt. Falls Ihr Pkw bis 6 Meter lang ist, fahren Sie bei Ankunft im Hafen bitte an den automatischen Selbstbedienungs-Check-in. Ansonsten nutzen Sie bitte den bemannten Check-in-Schalter. Bitte führen Sie in jedem Fall diese Bestätigung mit.

In den letzten Jahren habe ich eigentlich immer eine frühere Fähre nehmen können. Mit 913 km ist die Gesamtstrecke etwas länger als nach Malmö (867 km), sei es drum.

Bis auf eine kurze Stockung lief es heute wie am Schnürchen. Nach Bremen schaute sogar mal die Sonne heraus, nach Hamburg verschwand sie aber wieder. Am Fähranleger in Puttgarden angekommen fing es sogar ein ganz klein wenig an zu schneien. Die Überfahrt war ruhig. Sehr nette Gespräche mit den Männern aus S. 😀

Am Fähranleger in Puttgarden hat sich im Hafenbereich schon einiges getan, auch vorher sah man am Straßenrand Vorbereitungen für den Tunnel. Wie lange das wohl dauern wird bis die Fähre Geschichte ist? Ich habe keine Ahnung wie da eigentlich die Planung ausschaut.

Das Hotel war leicht zu finden. Frühstück gibt es ab 7 Uhr, aber so früh muss ich nicht aufbrechen.

In der Altstadt bin ich in eine kleine Pizzeria rein marschiert und hatte die georderte Pizza in Rekordzeit auf dem Tisch stehen, was perfekt war, richtig zu Mittag gab es nichts. Ein lecker Tuborg Julebrygg gab es nicht mehr. Nun, man kann nicht alles haben.

Der Abend ist noch früh, wechseln wir noch mal die Location.

Helsingør ist echt schön, was man so im Dunklen sehen kann. Ich würde mich sogar dazu versteigen zu sagen, der Altstadt-Bereich ist deutlich größer als in Malmö. Bereits am Ende der Fußgängerzone angekommen wollte ich schon umdrehen und sehe eine Øl-Kneipe, ja wie cool ist das denn. Zwar ist man hier auch mit dem Tuborg Julebrygg ausgelaufen, aber das Ersatzbier ist ebenfalls sehr schmackhaft. Das witzige war, ich konnte es sogar probieren, in einem klitzekleinen Schnapsglas, das hat ja die Welt noch nicht gesehen.

Die Kneipe in der ich bin hat einen Raucherraum, der nicht abgeschlossen ist. Dem Duft im restlichen Ambiente zu urteilen werden hier aber keine normale „Lugentorpedos“ geschmaucht sondern son neumodisches Räucherzeugs, was ein fürchterlich süßer Duft. Die Kneipe nennt sich „Skumølbar“, das „Skum“ scheint ja etwas mit dem Rauchen zu tun zu haben (nein, hat es nicht, siehe unten).

Der Versuch sich am offenen WiFi anzumelden scheitert daran, dass das offenbar nur klappt, wenn man sich mit einem Account von Facebook anmeldet. Nee, da kann die Welt warten…

Die Werbetafel an der Wand preist über 50 verschiedene Biersorten, zwar nicht ganz was die „Ølhallen“ zu bieten hat, aber alle Achtung.

Ach ja, die Musikdarbietung während der Fahrt heute war extra ordinär. Noch nicht mal 3 Stücke habe ich während der ganzen Fahrt gehört, es handelte sich um frische Mitschnitte von FluxFM, einmal „Club-Sandwich“ und noch „XJAZZ“, es war ein Traum. Und in der „XJAZZ“-Aufnahme erklangen doch echt Klänge wo ich dachte, das kenne ich doch. Ich wusste genau wer das war, eine Gruppe Norweger die ich auf dem PolarJazz-Festival gehört hatte und die mich restlos begeistert hatten. Einen ganzen Stapel an CDs hatte ich mir zugelegt, alleine, mir fiel deren Name nicht ein. Es lag mir auf der Zunge, aber es dauerte mehrere Stunden, bis sich der Name manifestiert hatte, ja klar, es war "Jaga Jazzist".

Und das spielen die einfach so auf einem deutschen „Radio“-Sender. Naja, immerhin in Berlin kann man es per UKW empfangen, im Rest der Welt per Internet, in bester Qualität, einfach der Hammer. An ein paar Abenden hatte ich genügend Material mitgeschnitten, um die ganze Reise bestreiten zu können. An der Stelle vielen Dank an den Tippgeber. 😉

Die Kneipe füllt sich so langsam, es ist ein Stimmengewirr wie auf einem Großbahnhof. „En Øl till?“ (Darf es noch ein Bierchen sei?) höre ich eine innere Stimme ertönen. --- Ja, eins darf es noch sein.

Wieder was gelernt, „Skum“ heißt „Schaum“, das macht ja irgendwie auch sofort noch mehr Sinn, in einer Bierkneipe. Jetzt habe ich ein „IPA“, aber das hat einen etwas speziellen Geschmack, zitrusartig, dennoch, es ist trinkbar. 65 DKK hat es gekostet, 0,4 l. Muss ich später mal schauen wie viel das sind, gefühlt aber deutlich günstiger als in Norge, selbst noch günstiger als in der „Steueroase“ Svalbard.

Ja, doch, der zitrusartige „Flavour“ des IPA hat was.

Wenn jetzt noch die Übernachtung und das Frühstück im Hotel nicht ganz daneben gehen ist ab sofort Helsingør als Zwischenstation fest integriert. Danke auch an der Stelle an die halsab­schneiderische Obrigkeit in Malmö. 😋

Das Publikum hier ist mindestens halb so alt wie ich, realistisch betrachtet aber eher drei Mal jünger, aua, aber das sind die Realitäten. 🙂 Wenn man jetzt sehr gemein wäre, also sehr gemein, aber das wollen wir ja nicht…

Das Øl neigt sich dem Ende, Zeit zu gehen.

Was bin ich doch so froh ein Landei zu sein. Zurück im Hotel höre ich laute Stimmen aus einer Kneipe. Ein lauter Tumult, die Leute zerstreuen sich nach ein paar Minuten, immer noch laut fluchend, eine Person gleitet gen Boden… Auch bei geschlossenen Fenstern dringt die laute Musik ans Öhrchen, naja, kann man nix machen.


Hahnstätten – Puttgarden – – Rødby – Helsingør Die Realität
Die Realität
Hahnstätten – Puttgarden – – Rødby – Helsingør Fahrt über die Fehmarnsund-Brücke, immer noch Baustelle.
Fahrt über die Fehmarnsund-Brücke, immer noch Baustelle.
Hahnstätten – Puttgarden – – Rødby – Helsingør Sieht alles ganz anders aus hier.
Sieht alles ganz anders aus hier.
Hahnstätten – Puttgarden – – Rødby – Helsingør Sieht alles ganz anders aus hier.
Sieht alles ganz anders aus hier.
Hahnstätten – Puttgarden – – Rødby – Helsingør Die M/S Prins Richard.
Die M/S Prins Richard.
Hahnstätten – Puttgarden – – Rødby – Helsingør Guck mal an, blauer Himmel.
Guck mal an, blauer Himmel.

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