Unterkunft
SunriseSunset
In 2023 war das eine sehr anstrengende Fahrt. Es hatte geregnet und geschneit. Wenn man Narvik erreicht hat, dann hat man es allerdings geschafft, dann schlängelt sich die [80] am Fjord entlang und es gibt keine wirklichen Hürden mehr zu überwinden. Die Abstecher zum „Bardufossen“ und „Målselvfossen“ haben einige Zeit gekostet. Falls das Wetter dieses Mal schöner wäre würde ich allerdings evtl. noch mal an den „Bardufossen“ fahren, vom Weg her ist das kein allzu großer Umweg.
Die Fährverbindung Skarberget – Bognes ist gesetzt. Alle Bauarbeiten an den Fähranlegern sind beendet, wenn man länger auf die Fähre warten muss, stehen nun neue Räumlichkeiten zur Verfügung wo man warten kann, ob es dort auch etwas kleines zu Essen und zu trinken gibt ist mir nicht bekannt, da hatte ich in 2023 nicht drauf geachtet.
Die Strecke von Tromsø bis zum Fähranleger Skarberget beträgt 309 km und soll ca. 4,5 Stunden dauern. Die Fahrpläne:
Skarberget – Bognes
12:20, 13:00, 13:40, 14:20, 15:00 (deutlich weniger Fahrten als noch in 2023)
Verkehrsbedingungen auf vegvesen:
Gratangsfjellet [E6]
Verkehrsbedingungen auf vegvesen:
Kråkmofjellet [E6]
Geräuschmäßig war das auf jeden Fall eine angenehme Nacht. Frühstück hatte ich keines gebucht, also alles packen, ins Felsenparkhaus und los geht es. An der Shell-Tankstelle erstehe ich einen großen Kaffee und ein Matpakke. Zwei der Brote werden gleich vertilgt. Wettermäßig ist es ein Traum, -4 °C kalt, Schnee ohne Ende, fast kein Wölkchen zu sehen. An einem Parkplatz an der [E6] der wenigstens ein paar Meter neben der Straße liegt halte ich an und lasse das Fluggerät steigen. Wirkliche Routine ist das für mich alles noch nicht. Ich fliege nur auf Sicht, mich nur mit dem Display zu orientieren kriege ich noch nicht hin.
Es lässt sich super fahren, die Straße ist fast durchgehend mit Schnee belegt, es gibt keine Spurrinnen, Verkehr ist eher wenig. Die Temperatur schwankt recht stark, zwischen -3 °C und -16 °C war heute alles drin.
Kurz vor Narvik, die Hålogalandsbrua war noch nicht ganz überquert, da bremst das voraus fahrende Fahrzeug bis fast zum Stillstand. Was ist das denn nun. Zum Glück ist es nur ein kleiner Radlader der da vor sich hin trödelt. Das geht so bis er sich dann in Narvik irgendwo verkrümelt. In Narvik liegt in den Straßen echt viel Schnee, teilweise wurde er meterhoch aufgetürmt, Hammer.
So fast 550 km an Strecke sind schon eine Menge Holz. Vor allen Dingen wenn man fast „gezwungen“ wird alle paar Meter anzuhalten um ein paar Fotos zu machen oder ganz neu, das Fluggerät steigen zu lassen. Und gerade das kostet schon seine Zeit. Die Propeller aufklappen, die Drohne selbst einschalten, das Steuergerät. Auf dem Steuergerät die Drohne starten, sie etwas in die Luft fliegen lassen und warten bis sie „Home point updated“ ausgibt. Denn nur dann kriegt man das Ding im Falle eines Falles 100%ig wieder sicher zum Ausgangspunkt zurück. Und das war schon ein paar Mal nötig. Heute allerdings nicht, da wurden keine allzu aufwändigen Manöver geflogen und auch nicht allzu weit weg.
Die Fähre in Skarberget erreiche ich so, dass die Fähre nach nur wenigen Minuten anlegt, das hat also gut geklappt. Bilder habe ich von der Überfahrt keine gemacht, sondern habe schon mal soweit alles gepackt, dass ich bei der Ankunft am Hotel alles parat habe. Die Drohne wurde auch verstaut, unwahrscheinlich, dass ich sie noch mal brauche, erstens wird es schon düster und zweites muss ich auch langsam mal Land gewinnen und zum Ziel kommen.
Einschub. Ich sitze im EGON in Bodø, gegessen habe ich schon, anschließend habe ich mir das Notebook vom Zimmer geholt und mich noch mal an einen Tisch gesetzt. Das EGON kann direkt vom Hotel aus betreten werden, sehr bequem. An einem anderen Tisch sitzt eine kleine Gesellschaft, vllt. 10 Leute, wie sagt man so schön, „Silver-Ager“ und die haben alle schwer was zu lachen, da herrscht eine Stimmung, grandios. Ich glaube die trinken alle kein Wasser. <grins>
Ein Blick auf die Uhr, ein wenig Zeit ist noch, der EGON schließt um 23:00 Uhr, genügend Zeit noch ein Frydenlund juicy IPA zu genießen. Jetzt interessiert mich aber wo das denn herkommt. Du kriegst die Tür nicht zu, das stammt von Carlsberg (Carlsberg Breweries A/S; J.C. Jacobsens Gade 1, 1799 Copenhagen V; Denmark)
Funfact ist, Frydenlund liegt in Danmark, ich hatte bisher angenommen, das liegt in Sverige.
Einschub Ende.
Nicht lange nach der Fähre wird es langsam dunkel und immer noch liegt ein erkleckliches Stück Strecke vor mir. Aber es ist längst nicht so anstrengend wie im letzten Jahr wo es ja teilweise Bindfäden regnete. Kurz von Bodø fängt es doch tatsächlich an zu schneien, nicht wirklich heftig aber immerhin. Damit hatte ich jetzt nicht gerechnet. Aber es dauerte nicht sehr lang.
Das Navi findet das Hotel im Schlaf. Hier war ich im Prinzip schon mal. Im EGON war ich nämlich früher schon mal essen. Es liegt etwas am Rande des Zentrums, da findet sich dann auch schneller ein Parkplatz. Der ist bis morgen 8 Uhr auch noch gratis.
Die große Frage ist nun, fahre ich morgen die Strecke an der Küste oder wieder über das Saltfjellet. Egal welche Strecke ich wähle, an allen Orten soll es morgen mindestens unter Null Grad sein, das wäre ja schon mal was. Aber an allen Küstenorten soll es auch schneien, was wieder nicht so doll ist. Auf dem Saltfjellet dagegen sollen es zwischen -14 °C und -17 °C werden und die Sonne soll sogar auch etwas scheinen. Damit scheint mir die Entscheidung schon gefallen. Saltfjellet ist Trumpf.
Halt, ich muss mich korrigieren, morgen sieht es an der Küste doch nicht so schlecht aus, ich habe am falschen Tag geschaut. Tja, was tun. Morgen früh noch mal gucken.
Nun ist aber genug für heute, das Bier neigt sich dem Ende und die 23 Uhr näheren sich.